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Weltfriedensläuten

Zum Abschluss der Europäischen Glockentage 2004 werden an zahlreichen Orten der Welt Geläute erklingen und die Menschen in den Ruf und die Bitte um Frieden einbeziehen. Karlsruhe setzt damit ein klangvolles Zeichen für den Frieden.
 
Am 26.9.2004 um 14:00 Uhr
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Die Glocken und ihr Weg durch die Zeit

Als Schellen oder als Glöckchen haben „unsere“ Glocken vor nun über vier Jahrtausenden in Asien ihren Ursprung.

Ihr Weg führte über fast alle Hochkulturen Ostasiens, über das Hochland von Armenien, die Landschaften des Euphrat und Tigris nach Ägypten und ins Heilige Land. Von dort aus erreichten sie Europa, wo die Glocke etwa um die Zeit der Geburt Christi gerade „rechtzeitig“ angekommen war.

Sie ordnete die Zeit von Gebet, Arbeit und Muße. Sie mahnte die Lebenden der Ewigkeit zu gedenken, einige Augenblicke innezuhalten und über Grundfragen menschlichen Seins nachzudenken. Sie beklagte die Toten und begleitete sie auf ihrem letzten Wege. Aber sie lud die Menschen auch zum Fest und feierte mit ihnen.

Zum Läuten für den Frieden geweiht, ließ sie, zur Kanone umgegossen, ihre todbringende Stimme auf den Schlachtfeldern Europas „erklingen“.

Und so war die abendländische Glocke nicht nur Symbol der Verkündigung des Evangeliums. Sie war Symbol für Ordnung und Zerfall, für Krieg und Frieden, für Freiheit, aber auch für Unterdrückung, für Heimat ebenso wie für Heimatferne. Kirchliches und Weltliches, Rationales und Irrationales, Irdisches und Ewiges schwingt in den Klängen der europäischen Glocke mit.